Beschreibung
Science in Culture
Vor fünfundzwanzig Jahren machte Gerald Holton mit seinem Buch "Thematic Origins of Scientific Thought" seine Ideen einem breiten Publikum bekannt. Holton argumentierte, dass von der Antike bis zur Neuzeit ein erstaunliches Merkmal innovativer wissenschaftlicher Arbeit ihre Fähigkeit sei, gleichzeitig tiefe und gegensätzliche Verpflichtungen der grundlegendsten Art zu erfüllen. Im Laufe seiner Karriere beschäftigte sich Holton sowohl mit den Geisteswissenschaften als auch mit den Naturwissenschaften. Vor diesem Hintergrund ist es passend, dass die in diesem Band versammelten Erkundungen sowohl einzeln als auch kollektiv Holtons duale Wurzeln widerspiegeln.
Im einleitenden Essay fasst Holton seine lange Auseinandersetzung mit Einstein und sein thematisches Engagement für die Einheit zusammen. Die nächsten beiden Essays befassen sich mit dieser Sorge. In historisierter Form führt Lorraine Daston die Frage nach der wissenschaftlichen Imagination zurück in die Zeit der Aufklärung, als sowohl die Wissenschaften als auch die Kunst die Imagination fürchteten. Daston argumentiert, dass die Spaltung, bei der die Vorstellungskraft in den Künsten geschätzt und in den Wissenschaften verabscheut wurde, eine Spaltung des 19. Jahrhunderts ist. James Ackerman über Leonardo da Vinci fügt sich perfekt in Dastons Darstellung ein und zeigt eine Form der fantasievollen Intervention, bei der es irrelevant ist, Analogien zwischen Kunst und Wissenschaft zu ziehen. Die Religionshistoriker Wendy Doniger und Gregory Spinner verfolgen mit literaturtheologischen Darstellungen die Imagination ins Schlafzimmer. Wissenschaft, Kultur und Vorstellungskraft überschneiden sich auch mit dem Biologen Edward Wilson und dem Physiker Steven Weinberg. Beide gehen die große Frage nach der Einheit von Wissen und Weltanschauungen aus wissenschaftlicher Perspektive an, während der Kunsthistoriker Ernst Gombrich dies aus der Perspektive der Kunstgeschichte tut. Um das Wesentliche der wissenschaftlichen Praxis zu unterstreichen, bieten die Chemiker Bretislav Fredrich und Dudley Herschback eine bemerkenswerte historische Tour an der Grenze von Chemie und Physik an. Im abschließenden Essay wendet sich die Erziehungshistorikerin Patricia Albjerg Graham direkt an die Pädagogik.
In diesen verschiedenen Reflexionen über Wissenschaft, Kunst, Literatur, Philosophie und Bildung vermittelt uns dieser Band eine gemeinsame Sichtweise: einen tiefen und bleibenden Respekt für Gerald Holtons Beitrag zu unserem Verständnis von Wissenschaft in Kultur.
Peter Galison ist Mallinckrodt Professor für Wissenschaftsgeschichte und Physik an der Harvard University. Stephen R. Graubard ist Herausgeber der American Academy of Arts and Sciences und ihrer Zeitschrift Daedalus sowie emeritierter Professor für Geschichte an der Brown University. Everett Mendelsohn ist Direktor des History of Science Program an der Harvard University.
. Sprache: Englisch
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Marke:
Unbranded
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Kategorie:
Bildung
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Künstler:
Stephan R. Graubard
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Format:
Taschenbuch
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Verlag / Label:
Taylor & Francis
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Sprache:
Englisch
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Erscheinungsdatum:
2001/06/30
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Seitenzahl:
256
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Fruugo-ID:
337478022-741116004
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ISBN:
9780765806734
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